Kompostierbare NETZschläuche AUS DER BUCHENHOLZ-ZELLULOSE LENZING MODAL FÜR OBST UND GEMÜSE IN SUPERMÄRKTEN

Bio Netzschläuche

Bio Netzschläuche

Bio Netzschläuche

Pflanzengefärbte Netzschläuche

 

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Ressourcenaufwand

 

Mit dem Einsatz kompostierbarer oder kreislauffähiger Verpackungen werden nicht nur fossile Ressourcen geschont, sondern auch Werkstoffe in den Verkehr gebracht, die biologisch abbaubar sind. Dem VPZ VERPACKUNGSZENTRUM ist durch die Entwicklung von kompostierbaren Schlauchnetzen aus der Zellulosefaser Lenzing Modal ein Schritt in diese Richtung gelungen. Im Dezember 2012 konnte das Produkt erstmals im Supermarktregal von REWE für Ja! Natürlich Bio-Kartoffeln, Bio-Zwiebeln und Bio-Rote Rüben präsentiert werden. Für die Biomarken "Zurück zum Ursprung" und "Natur aktiv" kommt die Verpackung seit Juni 2013 auch bei HOFER (ALDI Österreich) zum Einsatz. Der Herbst 2013 brachte eine Sortimentserweiterung für Zitrusfrüchte und schwarzen Rettich. Als Rohstoff kommt Buchenholz zum Einsatz, das in Zentraleuropa bei der Durchforstung von Wäldern anfällt und bei der LENZING AG nach höchsten Umweltstandards CO2-neutral zu Modalfasern verarbeitet wird.

Verpackungsmüll als weltweites Problem erfordert radikale Maßnahmen. Ein Müllteppich in der Größe Deutschlands, "Great Pacific garbage patch" genannt, treibt im Pazifik. In den letzten Jahrzehnten konzentrierte sich die Produktion von Verpackungen auf Kunststoff, der Bedarf an Netzverpackungen wurde bis dato fast zu 100% mit Kunststoff gedeckt. Doch die KonsumentInnen wollen Bio-Lebensmittel in Bio-Verpackungen kaufen und fragen verstärkt nach dem ökologischen Fußabdruck der Naturverpackung. In der gesamten Werdens- und Vergehenskette sind dabei viele Aspekte zu beachten. Im Idealfall kommen regional verfügbare Reststoffe als Rohstoff zum Einsatz, die vor einer energetischen Nutzung noch eine wertvolle Zwischennutzung erfahren. Die Rohstoffproduktion steht damit automatisch in keiner Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion, Bewässerung und Chemieeinsatz in der Landwirtschaft werden vermieden. Die Faserproduktion sollte so umweltfreundlich wie möglich erfolgen und Transportwege sollten kurz gehalten werden, um den Einsatz fossiler Ressourcen so niedrig wie möglich zu halten.

Unsere kompostierbaren Netzschläuche werden aus der Zellulosefaser Modal erzeugt. Für die Rohstoffproduktion wird Buchenholz aus der Durchforstung von Wäldern verwendet: 1/3 aus Österreich, 2/3 aus Mitteleuropa aus PEFC- oder FSC-zertifizierter Forstwirtschaft. Die Lenzing AG, Weltmarktführer umweltfreundlicher Zelluloseproduktion, erzeugt die Modal-Fasern in Oberösterreich, die bei Borckenstein im steirischen Neudau zu speziellen Garnen verdreht und anschließend zu Verpackungsnetzen weiterverarbeitet werden. Die ERZEUGERORGANISATION MARCHFELDGEMÜSE und andere Abpackbetriebe füllen das frische Biogemüse in die atmungsaktiven Naturnetze, die wiederum die Ware für die KonsumentInnen 2-3 Tage länger frisch halten. Frühzeitiges Austreiben von Kartoffeln und Zwiebeln wird vermieden. Das Produkt zeichnet sich durch einen angenehm weichen Griff und seine natürlich Optik aus. In einem speziellen Färbeverfahren kann die Modalfaser mit geringem Farbmitteleinsatz gefärbt werden. Derzeit ist das Netz standardmäßig in den Farben weiß (für Frühkartoffeln), kartoffelgelb, zitronengelb, orange, rot, bordeaux und dunkelbraun erhältlich. Das Netz ist kompostierbar und damit wieder Wachstumsgrundlage für Lebensmittel. Nicht mehr zum Verkauf geeignete Lebensmittel können gemeinsam mit der Verpackung entsorgt werden.

Eine Weltneuheit aus Österreich, die mit mehreren Auszeichnungen gekürt wurde:

- Umwelttechnologiepreis Daphne in Bronze 2012

- Prädikat "vorbildliche Verpackungslösung" beim österreichischen Staatspreis für Verpackung 2012

- Energy Globe Styria Award 2013

- Nominierung beim Energy Globe Austria Award 2013

- fibre plus für Innovation aus Zellulose 2013

- Fast Forward Award 2013 (steirischer Wirtschafts- und Innovationspreis)

- Internationaler Materialica Design & Technology Award 2013 (Best of CO2)

- ÖGUT Umweltpreis 2013

- Nominierung beim Fruit Logistica Innovation Award 2014

- Internationaler A´ Design Award in Silber, Kategorie "Sustainable Products and Projects / Green Design Award" 2014

- Green Packaging Star Award 2014

- Top 3 Internationaler Green Tec Award 2015, Kategorie Produktion

- Nominierung beim Trigos Steiermark 2015

- 2016: 6.Platz im World Ranking aller Einreichungen der letzten 8 Jahre beim A´ Design Award in der Kategorie "Sustainable Products, Projects and Green Design Award"

- Nominierung bei der Green Product Award Selection 2016

 

Forschungsprojekt Einsatz von Pflanzenfarben:

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Colors of Nature“ des Instituts für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck werden Pflanzenfarbstoffe erforscht und Grundlagen für den Einsatz in der Industrie erarbeitet. Die jahrhundertelange Tradition der Pflanzenfarben wurde im Zuge der Industrialisierung vollständig durch chemische Stoffe verdrängt. Pflanzenfarbstoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen bzw. Reststoffen (z.B. Rinden, Schalen, Trester) gewonnen und stellen einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Textilindustrie dar. Die Verpackungsnetzschläuche wurden im Labormaßstab mit folgenden Pflanzenfarben gefärbt: Gelb mit Goldrute, beige mit Nußschalen und orange mit Zwiebelschalen. Derzeit erfolgt ein Up-Scaling des Prozesses.